Nachdem ich mich im Literaturstudium vermehrt auf Schwerpunktsetzung konzentriert habe, kristallisieren sich nun zunehmend Themenaspekte heraus, die mir für die Präsentation zentral erscheinen.
Einleitend werde ich einen kurzen historischen Überblick zur Medienentwicklung geben und versuchen Marshall McLuhan’s Argumentation und Verständnis dieser Entwicklung aufzuzeigen. Zu McLuhan’s Zeit war das Fernsehen das neue Medium, das Internet fand erst später die Verbreitung, die wir heute kennen. Daraus wird ersichtlich , dass McLuhan seine These des Global villages eher auf Grund des Fernsehens verfasst hat und damit aber auch viel Weitsicht gezeigt hat.
Im Weiteren wird das “Jahrhundertwerk” von Manuel Castells “Das Informationszeitalter” in diesem Zusammenhang Erwähnung und Würdigung finden.
Castells hat McLuhan’s Gedanken aufgenommen, dass nicht nur der Inhalt von Medien, Wirkung auf Mensch und Gesellschaft hat, sondern vor allem auch das Medium selbst. Er beleuchte als Soziologe noch stärker den sozialen Kontext als McLuhan und dies tut er global und ausführlich. Dabei geht er auf zentrale Lebensbereiche wie Arbeit und Soziale Beziehungen ein und zeigt auf, wie sich diese durch die globale Vernetzung verändern.
Das 3-bändige Werk entstand zwischen 1996-98, einer Zeit also, in der schon einige Erfahrungen mit dem Internet und der zunehmenden Globalisierung gemacht und kontrovers diskutiert worden waren, auf die sich Castells in seiner Arbeit stützen konnte (das Literaturverzeichnis ist endlos).
Ein weiterer Schwerpunkt wird der Themenkreis “Möglichkeiten und Barrieren” darstellen. Dabei ist mein Fokus eher auf den sozialen und gesellschaftlichen Bereich gerichtet, als beispielsweise auf Transnationale Unternehmen, wie Simon Johner in seinem Kommentar angeregt hat. Sorry!
Auf NGO’s werde ich aber bestimmt in einer mir jetzt noch nicht bekannten Form eingehen.
Und nicht zuletzt interessiert mich natürlich auch die Bedeutung des Themas für die Informationswissenschaft. Dabei sind die im ersten Blog erwähnten Stichworte wie Bildung und Medienkompetenz für mich zentral. Meine diesbezügliche Motivation hat einerseits mit eigener Betroffenheit zu tun (bis vor 10 Jahren habe ich keinen Computer angerührt) und anderseits auch mit dem globalen Gefälle im Bereich Bildung allgemein und Medienkompetenz im Speziellen.
Dadurch, dass die informationstechnologische Entwicklung nun schon einige Jahre in ungeheuer rasantem Tempo voranschreitet, ist eine Vertiefung der digitalen Kluft zwischen medienkompetenten- und nicht medienkompetenten Menschen meiner Meinung nach absehbar. Ich mache mir noch Gedanken, welcher Handlungsbedarf daraus für Information Professionals entstehen könnte.
Literatur:
Castells, Manuel (2004): Das Informationszeitalter. 3 Bde. Leske & Budrich. Opladen.
März 13, 2008 um 8:30
Sali Regula
Deine Idee, die Gesellschaft zu fokussieren, finde ich gut, denn Manuell Castell hat in seinen Büchern zum Informationszeitalter auch einiges über Netzwerkgesellschaften geschrieben. Dies lässt sich vielleicht mit Deiner sozialen Sicht kombinieren.
Als ich ein wenig recherchiert habe, kamen mir einige Ansätze bekannt vor und erinnerten mich sehr stark an die uns im Modul GLIW vermittelte Theorie zur Informationsgesellschaft, Ökonomie etc. (vielleicht findest Du dort ja theoretische Anknüpfungspunkte zur IW).
Hier noch ein passender Link, welcher sowohl McLuhan als auch Castell zum Thema hat:
http://de.wikipedia.org/wiki/McLuhan-Galaxis
Herzliche Grüsse,
Simon
PS: vielleicht kommen meine Transnationalen Firmen ja als Organisationsform von Gesellschaften wieder zum Zuge
.