Ja, ich habe die Namen durcheinander geworfen, habe aber schon den „richtigen“ dazugehörigen Menschen, also Herbert Marshall McLuhan vor Augen gehabt.
http://www.mcluhan.utoronto.ca/mcluhanprojekt/marshalldeutscha.htm
Eine schöne Seite über McLuhan, die auch einen ganz kleinen Einblick in sein Werk gewährt.
Du hast in deinem Kommentar den Vorschlag gemacht, die Theorie von McLuhan anhand eines realen Beispiels darzustellen oder auch zu widerlegen. Dazu hatte ich folgenden Gedanken:
Telearbeit ist das Beispiel!
Arbeit als Teil des realen Lebens könnte im global village doch genau so ablaufen, wie das die Telearbeit vorsieht. Die Distanzen könnten vollkommen unbedeutend werden bei entsprechender Infrastruktur. Dies zeigt die Praxis der amerikanischen Call Centers, die zum Teil von Asien aus betrieben werden, weil das technisch machbar und ökonomisch günstiger ist (die Arbeitskonditionen und die Löhne beachten wir jetzt einmal nicht).
So gesehen, könnte Telearbeit als ein (fast) zu Ende gedachtes Teilszenario im global village betrachtet werden.
Dein anderer Input bezüglich einer neuen, gemeinsamen und weltweiten Kultur kann nicht so einfach beantwortet werden, es ist eigentlich schon fast eine philosophische Frage. Auch müsste definiert werden, was „weltweit“, „gemeinsam“ und „Kultur“ genau meint.
Ansätze für neue Kultur-Entwicklungen sind meiner Meinung nach aber schon auszumachen, so sind zum Beispiel viele NGO’s weltweit vernetzt:
http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/
http://www.greenpeace.org/international/
Insgesamt sind wir wohl erst am Anfang einer Entwicklung, denn die Möglichkeiten (mit der noch relativ jungen) Technik werden zwar zunehmend global entdeckt, genutzt und erweitert, doch bestehen nach wie vor regionale, ethnische, ökonomische und politische Unterschiede, die wie Barrieren wirken können. (Siehe Beitrag „Netz-Zensur: Google und die chinesische Regierung „Hand in Hand“" von J. P., IW 06, Claroline)
März 5, 2008 um 1:57
Liebe Regula
Ich finde Deine globale Betrachtungsweise und Offenheit für neue Themen sehr gut.
Um das Ganze genauer unter die Lupe zu nehmen würde ich, wie Du es im zweiten Blog-Eintrag erwähnt hast, thematische Schwerpunkte und eine mittelfristige Vorgehensweise festlegen.
Ein Beispiel könnte z.B. der Einfluss des Global Villages auf die NGOs und transnationalen Unternehmen sein.
Neben den technischen Gesichtspunkten gibt es dort aber sicher auch Profilierungs- und Image-Aspekte.
Die von Dir im Zusammenhang mit Telearbeit erwähnten Dimensionen, nähmlich dass Distanzen bei vorhandener Infrastruktur keine Rolle spielen, finde ich ein guter Ausgangspunkt.
Gruess,
Simon