In diesem Blog möchte ich zuerst auf sajmens Kommentar eingehen und danach muss ich das Thema Medienkompetenz vorziehen, da ich das Buch „next generation information society“ zurückgeben muss. Das Buch enthält einen wichtigen Beitrag zur Medienkompetenz, auf den ich mich beziehen möchte.
Sajmen sagt, dass Werkzeuge und andere menschliche Hilfsmittel immer schon als Verlängerung der menschlichen Möglichkeiten gedient hätten. Die Axt als Verlängerung des Arms, um kräftiger zuschlagen zu können, ist dafür ein einleuchtendes Beispiel.
Aber McLuhans denkt dieses Modell ganz radikal durch und nach seinem Verständnis sind eigentlich alle Hilfsmittel, sowie auch Kleidung, Fortbewegungsmittel und technische Apparate = Medien, die er einem Teil des menschlichen Körpers als Verlängerung zuweist. Dies ist für mich das Besondere an seinen Betrachtungen.
Das Thema Medienkompetenz ziehe ich aus oben angeführten Gründen an dieser Stelle vor und beziehe mich in meinen Ausführungen auf den Beitrag von Jo Groebel „Schlüsselqualifikation Medienkompetenz“ aus dem Buch „next generation information society“.
Jo Groebel unterscheidet 3 Formen von Medienkompetenz:
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Mediendidaktik
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Medienerziehung
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Kommunikationsbildung
Während die Mediendidaktik technisches Know How und inhaltlichen Umgang mit Computern vermittelt, ist der Fokus in der Medienerziehung mehr auf Prozesswissen und Quellenkompetenz gerichtet.
„Kommunikationsbildung ist ein umfassendes Lehr- und Lernkonzept, das sehr unterschiedliche Wissensbestände integriert und das Zusammenspiel alter und neuer Medien, analoger und digitaler Welt ins Zentrum stellt.“ (Groebel, 2003, S. 350)
Diese Betrachtungsweise ist sehr ganzheitlich und führt deteilliert aus, dass Medienkompetenz mehr sein muss, als nur technisches Anwenderwissen.
Darüber hinaus ist der Beitrag sehr spannend, da auch die Gefühlswelt, die kognitive Wahrnehmung, sowie das soziale Verhalten, im Zusammenhang mit Medien beleuchtet werden. Groebel führt aus, dass „Wissen“ im Computer nicht einfach abrufbar ist, sondern mittels Medienkompetenz selbst zusammengestellt wird.
Die Vorraussetzungen dafür sind nach Groebel, dass der Nutzer zwischen Fakten-, Prozess- und Strukturwissen unterscheiden und diese zum richtigen Zeitpunkt zielgerichtet einsetzen kann.
Ein hoher und komplexer Anspruch, insbesondere wenn man bedenkt, wieviele Analphabeten, auch funktionale wie in unserer Gesellschaft verbreitet, es global noch immer gibt.
Dennoch, Bildung ist Befähigung, Hilfe zur Selsbsthilfe und von daher immer richtig. Dass auch wir in Europa und Amerka wieder vermehrt über Bildungssysteme und nachhaltigere Bildung nachdenken sollten, legt der Pisa Bericht nahe. Groebels Ansatz scheint mir wegen seiner umfassenden Betrachtungsweisen dafür geeignet.
Ich möchte dem Thema Medienkompetenz in meiner Präsentation ein Gewicht geben, weil ich in den neuen Informationstechnologien eine Chance sehe, Bildung weiter voranzubringen und so die Chancengleichheit im „globalen Dorf“ zu erhöhen.
Literatur:
Dieter Klumpp et al. (2003): next geneation information society. Notwendigkeit einer Neuorientierung. Talheimer.