Abschlussblog: Rückschau und Fazit

Mai 5, 2008

Es war eine spannende Reise in das Global village.

Marshall McLuhan’s These „Elektronisch zusammengezogen ist die Welt nur mehr ein Dorf“, hat mich dazu angeregt, mich mit dem Global village und Marshall McLuhan’s Thesen auseinander zu setzen. 

Die Reise begann mit der Idee, diese These zu widerlegen.

Blog 1: Global village 1

 

Schon bald stiess ich auf erste Problemfelder in der Thematik.

Ich fasste diese zusammen im

Blog 2: Möglichkeiten und Barrieren

Das Global village ist von vielen Faktoren abhängig. Da ist die technische Infrastruktur, die Anbindung an Netze, sowie Bildung und Medienkompetenz, welche die Teilnahme an der „modernen Welt“ zu grossen Teilen bestimmen. In diesem Themenbereich habe ich mich mit Digital Divide, der Internetanbindung von Afrika und einem Forschungsbericht über Suchmaschinen beschäftigt.

 

Mit meinem (einen) Tandem Partner Dominik Ruckstuhl hatte ich den thematischen Berührungspunkt „Arbeit“, so dass ich mich auch mit diesem Themenkreis eingehender befasst habe.

Blog 3: Global village zu Kommentar von Telearbeit

führt  die Telearbeit als Beispiel für ein Teilkonzept des Global village an und ich spreche darin auch erstmals von NGO’s, auf die ich in meiner Präsentation eingehen möchte. 

 

Langsam musste ich auf meiner Reise anfangen, Schwerpunkte zu setzen, um nicht im Informationsdschungel verloren zu gehen. So legte ich als erste Pfeiler die historische Dimension und das Medienverständnis nach Marshall McLuhan fest, mit denen ich meine Präsentation beginnen wollte. Weitere Schwerpunkte definierte ich im

Blog 4: Gobal village – Erste Schwerpunkte

  • Manuel Castells Informationszeitalter
  • Themenkreis „Möglichkeiten und Barrieren“
  • Transnationale Unternehmen – NGO’s
  • Bedeutung für Informationswissenschaft

 

Die Erkenntnisse meiner Vertiefung in M. McLuhan’s Medienvertändnis und seine Sicht auf die Medienentwicklung fasste ich zusammen im

Blog 5: Medienentwicklung und McLuhans Medienbegriff

Die Idee der bildlichen Darstellung musste ich aus verschiedenen Gründen wieder aufgeben, obwohl ich die Idee nach wie vor gut finde, nur die Umsetzung konne ich nicht realisieren. Im Weiteren machte ich mir in diesem Blog Gedanken über die Zielsetzungen, sowie die Gestaltung der Stunde und wie ich die Klasse aktivieren könnte.

 

Blog 6: Medienkompetenz

geht auf die Medienkompetenz nach Jo Groebel ein, einem Beitrag im Buch „next generation information society“. Ich begründe darin kurz mein Verständnis von Bildung und warum ich diesem Thema in der Präsentation Gewicht verleihen möchte.

 

Auf der Reise habe ich viele Aspekte und Themengebiete gestreift, die ich in der Grafik im

Blog 7: Global village im Kontext

zusammengeführt habe. Ausserdem gehe ich noch einmal näher auf den Themenkreis „Arbeit“  ein, sowie die Transformation der Beschäftigungsstruktur im Informationszeitalter nach Manuel Castells.

 

 

Blog 8: Fazit

Die Reise war spannend und lehrreich und hat mich an viele interessante Orte geführt. Ich entdeckte neue Welten, habe diese aus der Vogelperspektive gesehen und auch versucht, sie von innen zu erkunden. 

 

Für die Präsentation musste ich sehr vieles kürzen oder ganz weglassen, das die Zusammenhänge, wie ich sie erfahren habe, noch deutlicher gemacht hätte. Die Themenbereiche Armut und Migration hätte ich in diesem Zusammenhang auch gerne noch angesprochen, denn von den Ausgeschlossenen des/der Global villages haben wir schlussendlich nicht gesprochen, obwohl dies meiner Meinung nach durchaus ein Thema ist. Auch auf die Technik bin ich nur noch am Rande eingegangen und die wirtschaftliche Seite musste ich schlussendlich ganz weglassen.

 

Zuerst habe ich gedacht, so eine Stunde ist sehr lang und braucht ganz viel an Grundlagen, damit sie gefüllt werden kann. Meine Erfahrung zeigt, dass schlussendlich gar nicht so viel in eine Stunde rein passt und dass die Schwierigkeit mehr darin besteht, die richtigen Themenbereiche auszuwählen und diese nachvollziehbar zu verknüpfen.

 

Dennoch denke ich, dass es mir gelungen ist aufzuzeigen, wo mich die Reise hingeführt hat, zu einer Ahnung nämlich, die dem Global village schon recht nahe kommt.

 

Die vielseitigen Themenbereiche der Vortragsreihe und die Bearbeitung durch meine Mitstudierenden haben mich immer wieder auch für mein Thema inspiriert und mir neue Inputs und Betrachtungsweisen vermittelt.

 

Damit schliesse ich diesen Blog.

05.05 2008

Regula Wyss IW06vz  

 

Anhang:

 

Global village im Kontext

April 6, 2008

Im Hinblick auf Dominik Ruckstuhls Blog zu Telearbeit und auch für die Vertiefung in das Einzelthema „Arbeit und Beschäftigung“ für meine eigene Präsentation, habe ich mich im Buch von Manuel Castells in die Kapitel zu Arbeit und „Transformation der Beschäftigungsstruktur“ eingelesen. 

Sein Hauptfokus ist dabei die Veränderung der Beschäftigungstruktur auf Grund der Verbreitung von Informationstechnologien und die Entwicklung der Informationsgesellschaft.

Castells analysiert also die Entwicklungen der Beschäftigungsstruktur in den G7 Staaten und stellt diese einander gegenüber.  „Um sowohl die Gemeinsamkeiten wie die Unterschiede der Beschäftigungsstrukturen unter dem informationellen Paradigma abschätzen zu können, habe ich die Beschäftigungsstruktur der wichtigsten kapitalistischen Länder zwischen 1920-1990 untersucht. Diese Länder, die sogenannten G7, bilden den Kern der globalen Wirtschaft. Sie alle befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium der Übergangs zur informationellen Gesellschaft und eigenen sich deshalb dazu, das Auftreten neuer Beschäftigungsmuster zu beobachten. Sie repräsentieren ausserdem sehr spezifische Kulturen und institutionelle Systeme, was es uns ermöglicht, historische Vielfalt zu untersuchen.“ (Castells, 2004, S. 230ff)

Castells zeigt auf, dass in den europäischen Ländern die Beschäftigung in der Produktion massiv zurück gegangen ist, während sie im asiatischen Raum sprunghaft angestiegen ist, und schliesst daraus, dass die Produktivität gesamthaft nicht zurückging, sondern sogar zugenommen hat.

Im Weiteren analysiert Castells den Begriff „Dienstleistungen“ und macht deutlich, dass unter diesem Begriff einiges zusammengefasst ist,  was nicht wirklich zusammengehört.

„In den Beschäftigungsstatistiken dient er als Restkategorie, die all das umfasst,  was nicht unter Landwirtschaft, Bergbau, Bau, öffentliche Versorgungsunternehmen oder Industrie fällt.“ (ebd.)

Er unterscheidet deshalb:

  • Produktionsbezogene Dienstleistungen
  • Distributive Dienstleistungen
  • Personenbezogene Dienstleistungen

Dies scheint mir sinnvoll, denn ich denke auch, dass in der Vergangenheit unter dem Begriff Dienstleistungen Kraut und Rüben zusammengefasst wurden, die es nun wieder zu trennen  gilt. Castells liefert damit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Dienstleistungsgesellschaft und möglicherweise auch eine Hilfestellung , um die momentan Veränderung hin zur Informationgesellschaft nachvollziehen zu können.

Für mich stellt das Thema  „Arbeit und Beschäftigung“ einen Teilaspekt des global villages dar, der schon seit langem von starker Veränderung betroffen ist. Zum Teil habe ich diese selbst erlebt, indem ich  mehrfach von Sparmassnahmen im öffentlichen Sektor betroffen war, konkret im Spital, meinem langjährigen Arbeitgeber.

Ich werde allerdings in meiner Präsentation nur am Rande auf diesen Themenkreis eingehen, mein Schwerpunkt liegt mehr in der historischen Dimension und auf dem Medienverständnis von McLuhan. Aber im Zusammenhang mit meinem Überblick zum Thema schien es mir doch relevant, hier im Blog darauf einzugehen.

In der Zwischenzeit ist es mir gelungen, das global village in einen Gesamtkontext zu fassen, der mir relevant erscheint. Damit erhebe ich weder Anspruch auf Vollständigkeit, noch auf Richtigkeit und möglicherweise sehe ich die Sache in einem halben Jahr auch schon wieder um einige Aspekte erweitert.  Aber im Moment bin ich mit meiner diesbezüglichen Grafik ganz zufrieden.

(Leider kann ich sie hier nun nicht einfügen, ich muss mich erst kundig machen,  wie ich eine Grafik, die ich  selbst erstellt habe, hier richtig einfügen kann.)

 

Ein Tag später. Jetzt hat es doch noch geklappt, with a little help.

 

Literatur:

Castells, Manuel (2004): Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft. Bd.1. Leske und Budrich. Opladen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Medienkompetenz

März 29, 2008

In diesem Blog möchte ich zuerst auf sajmens Kommentar eingehen und danach muss ich das Thema Medienkompetenz vorziehen, da ich das Buch „next generation information society“ zurückgeben muss. Das Buch enthält einen wichtigen Beitrag zur Medienkompetenz, auf den ich mich beziehen möchte.

Sajmen sagt, dass Werkzeuge und andere menschliche Hilfsmittel immer schon als Verlängerung der menschlichen Möglichkeiten gedient hätten. Die Axt als Verlängerung des Arms, um kräftiger zuschlagen zu können, ist dafür ein einleuchtendes Beispiel.

Aber McLuhans denkt dieses Modell ganz radikal durch und nach seinem Verständnis sind eigentlich alle Hilfsmittel, sowie auch Kleidung, Fortbewegungsmittel und technische Apparate = Medien, die er einem Teil des menschlichen Körpers als Verlängerung zuweist. Dies ist für mich das Besondere an seinen Betrachtungen.

Das Thema Medienkompetenz ziehe ich aus oben angeführten Gründen an dieser Stelle vor und beziehe mich in meinen Ausführungen auf den Beitrag von Jo Groebel „Schlüsselqualifikation Medienkompetenz“ aus dem Buch  „next generation information society“.

Jo Groebel unterscheidet 3 Formen von Medienkompetenz:

  • Mediendidaktik
  • Medienerziehung
  • Kommunikationsbildung

Während die Mediendidaktik technisches Know How und inhaltlichen Umgang mit Computern vermittelt, ist der Fokus in der Medienerziehung mehr auf Prozesswissen und Quellenkompetenz gerichtet.

„Kommunikationsbildung ist ein umfassendes Lehr- und Lernkonzept, das sehr unterschiedliche Wissensbestände integriert und das Zusammenspiel alter und neuer Medien, analoger und digitaler Welt ins Zentrum stellt.“ (Groebel, 2003, S. 350)

Diese Betrachtungsweise ist sehr ganzheitlich und führt deteilliert aus, dass Medienkompetenz mehr sein muss, als nur technisches Anwenderwissen.

Darüber hinaus ist der Beitrag sehr spannend, da auch die Gefühlswelt, die kognitive Wahrnehmung, sowie das soziale Verhalten, im Zusammenhang mit Medien beleuchtet werden. Groebel führt aus, dass „Wissen“ im Computer nicht einfach abrufbar ist, sondern mittels Medienkompetenz selbst zusammengestellt wird.

Die Vorraussetzungen dafür sind nach Groebel, dass der Nutzer zwischen Fakten-, Prozess- und Strukturwissen unterscheiden und diese zum richtigen Zeitpunkt zielgerichtet einsetzen kann.

Ein hoher und komplexer Anspruch, insbesondere wenn man bedenkt, wieviele Analphabeten, auch funktionale wie in unserer Gesellschaft verbreitet, es global noch immer gibt.

Dennoch, Bildung ist Befähigung, Hilfe zur Selsbsthilfe und von daher immer richtig. Dass auch wir in Europa und Amerka wieder vermehrt über Bildungssysteme und nachhaltigere Bildung nachdenken sollten, legt der Pisa Bericht nahe. Groebels Ansatz scheint mir wegen seiner umfassenden Betrachtungsweisen dafür geeignet.

Ich möchte dem Thema Medienkompetenz in meiner Präsentation ein Gewicht geben, weil ich in den neuen Informationstechnologien eine Chance sehe, Bildung weiter voranzubringen und so die Chancengleichheit im „globalen Dorf“ zu erhöhen.

Literatur:

Dieter Klumpp et al. (2003): next geneation information society. Notwendigkeit einer Neuorientierung. Talheimer.

Medienentwicklung und McLuhans Medienbegriff

März 20, 2008

Neben der Medienentwicklung und verschiedenen Medientherorien, habe ich mich in der Zwischenzeit eingehender mit McLuhans Medienbegriff auseinander gesetzt, den er im 1964 erstmals herausgegebenen Buch „Understanding Media“ dargelegt hat.

Sein Ansatz, Medien als „Erweiterung oder Verlängerung“  des menschlichen Körpers zu betrachten („extension of man“), erscheint mir so eigenwillig wie originell und hat mich angeregt, mir das bildlich vorzustellen. Leider fand ich  kein entsprechendes Bild, so dass ich mich genötigt fühle, es selbst herzustellen und das obwohl ich überhaupt nicht zeichnen kann. Ich bin noch am Üben, aber die Idee, McLuhans Medienbegriff bildlich zu erarbeiten und so auch der Klasse zu vermitteln, hat sich durchgesetzt!

Denn es ist kein Zufall, dass ich einiges an Literatur über McLuhan lesen musste, um McLuhan zu verstehen und damit bin ich noch immer beschäfigt. Sein letztes Buch „Global village“, das er zusammen mit Bruce R. Powers geschrieben hat und das 1995 erst lange nach seinem Tod veröffentlicht wurde, ist extrem schwer verständlich und offenbarte mir seine Botschaft nicht einfach so.

Es ist auch schwierig, sich eingehender in sein Werk einzulesen, bzw. eine Auswahl zu treffen, da ich noch nicht weiss, wie stark ich auf McLuhan eingehen soll, der ja den Begriff des Global villages geprägt hat, lange bevor das Internet in der heutigen Form existierte.

In den letzten Tagen habe ich mir auch vermehrt Gedanken gemacht über die Gestaltung der Stunde für die Klasse und wie ich diese einbeziehen kann.

Ich bin daran, Ziele zu formulieren und einen Ablauf der Stunde zu planen, sowie Aktivitäten zu überlegen, wo ich die Klasse aktivieren kann.

Letzteres ist schon ziemlich weit gediehen, mit dem Rest tue ich mich etwas schwerer, weil ich mich noch nicht in allen Bereichen eingrenzen kann, bevor ich gelesen habe, was ich noch zum Thema lesen möchte. Ich habe bei der Recherche in CSA Illumina und Genios noch einige interessante Berichte und Artikel gefunden, die McLuhans These des global villages aus der Retrospektive beleuchten, da bin ich mit lesen aber noch nicht durch.

Global village – erste Schwerpunkte

März 12, 2008

Nachdem ich mich im Literaturstudium vermehrt auf Schwerpunktsetzung konzentriert habe, kristallisieren sich nun zunehmend Themenaspekte heraus, die mir für die Präsentation zentral erscheinen.

Einleitend werde ich einen kurzen historischen Überblick zur Medienentwicklung geben und versuchen Marshall McLuhan’s Argumentation und Verständnis dieser Entwicklung aufzuzeigen. Zu McLuhan’s Zeit war das Fernsehen das neue Medium, das Internet fand erst später die Verbreitung, die wir heute kennen. Daraus wird ersichtlich , dass McLuhan seine These des Global villages eher auf Grund des Fernsehens verfasst hat und damit aber auch viel Weitsicht gezeigt hat.

Im Weiteren wird das „Jahrhundertwerk“ von Manuel Castells „Das Informationszeitalter“ in diesem Zusammenhang Erwähnung und Würdigung finden.

Castells hat McLuhan’s Gedanken aufgenommen, dass nicht nur der Inhalt von Medien, Wirkung auf Mensch und Gesellschaft hat, sondern vor allem auch das Medium selbst. Er beleuchte als Soziologe noch stärker den sozialen Kontext als McLuhan und dies tut er global und ausführlich. Dabei geht er auf zentrale Lebensbereiche wie Arbeit und Soziale Beziehungen ein und zeigt auf, wie sich diese durch die globale Vernetzung verändern.

Das 3-bändige Werk entstand zwischen 1996-98, einer Zeit also, in der schon einige Erfahrungen mit dem Internet und der zunehmenden Globalisierung gemacht und kontrovers diskutiert worden waren, auf die sich Castells in seiner Arbeit stützen konnte (das Literaturverzeichnis ist endlos).

Ein weiterer Schwerpunkt wird der Themenkreis „Möglichkeiten und Barrieren“ darstellen. Dabei ist mein Fokus eher auf den sozialen und gesellschaftlichen Bereich gerichtet, als beispielsweise auf Transnationale Unternehmen, wie Simon Johner in seinem Kommentar angeregt hat. Sorry!

Auf NGO’s werde ich aber bestimmt in einer mir jetzt noch nicht bekannten Form eingehen.

Und nicht zuletzt interessiert mich natürlich auch die Bedeutung des Themas für die Informationswissenschaft. Dabei sind die im ersten Blog erwähnten Stichworte wie Bildung und Medienkompetenz für mich zentral. Meine diesbezügliche Motivation hat einerseits mit eigener Betroffenheit zu tun (bis vor 10 Jahren habe ich keinen Computer angerührt) und anderseits auch mit dem globalen Gefälle im Bereich Bildung allgemein und Medienkompetenz im Speziellen.

Dadurch, dass die informationstechnologische Entwicklung nun schon einige Jahre in ungeheuer rasantem Tempo voranschreitet, ist eine Vertiefung der digitalen Kluft zwischen medienkompetenten- und nicht medienkompetenten Menschen meiner Meinung nach absehbar. Ich mache mir noch Gedanken, welcher Handlungsbedarf daraus für Information Professionals entstehen könnte.

 Literatur:

Castells, Manuel (2004): Das Informationszeitalter. 3 Bde. Leske & Budrich. Opladen.

global village zu Kommentar von telearbeit

März 4, 2008

Ja, ich habe die Namen durcheinander geworfen, habe aber schon den „richtigen“ dazugehörigen Menschen, also Herbert Marshall McLuhan vor Augen gehabt.

http://www.mcluhan.utoronto.ca/mcluhanprojekt/marshalldeutscha.htm

Eine schöne Seite über McLuhan, die auch einen ganz kleinen Einblick in sein Werk gewährt.

Du hast in deinem Kommentar den Vorschlag gemacht, die Theorie von McLuhan anhand eines realen Beispiels darzustellen oder auch zu widerlegen. Dazu hatte ich folgenden Gedanken:

Telearbeit ist das Beispiel!

Arbeit als Teil des realen Lebens könnte im global village doch genau so ablaufen, wie das die Telearbeit vorsieht. Die Distanzen könnten vollkommen unbedeutend werden bei entsprechender Infrastruktur. Dies zeigt die Praxis der amerikanischen Call Centers, die zum Teil von Asien aus betrieben werden, weil das technisch machbar und ökonomisch günstiger ist (die Arbeitskonditionen und die Löhne beachten wir jetzt einmal nicht).

So gesehen, könnte Telearbeit als ein (fast) zu Ende gedachtes Teilszenario im global village betrachtet werden.

Dein anderer Input bezüglich einer neuen, gemeinsamen und weltweiten Kultur kann nicht so einfach beantwortet werden, es ist eigentlich schon fast eine philosophische Frage. Auch müsste definiert werden, was „weltweit“, „gemeinsam“ und „Kultur“ genau meint.

Ansätze für neue Kultur-Entwicklungen sind meiner Meinung nach aber schon auszumachen, so sind zum Beispiel viele NGO’s weltweit vernetzt:

http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/

http://www.greenpeace.org/international/

Insgesamt sind wir wohl erst am Anfang einer Entwicklung, denn die Möglichkeiten (mit der noch relativ jungen) Technik werden zwar zunehmend global entdeckt, genutzt und erweitert, doch bestehen nach wie vor regionale, ethnische, ökonomische und politische Unterschiede, die wie Barrieren wirken können. (Siehe Beitrag „Netz-Zensur: Google und  die chinesische Regierung  „Hand in Hand“"  von J. P., IW 06, Claroline)

Global village und Barrieren

März 2, 2008

Das Einlesen in die Literatur gestaltet sich schwierig, da das Thema sehr breit ist und viele Aspekte beinhaltet, wie schon im letzten Blog angesprochen.

Noch gar nicht erwähnt habe ich bisher die technische Dimension, die aber entscheidend zur Vernetzung beiträgt. Oder auch nicht.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/2/2962/1.html

Unter diesem Link findet sich ein Beitrag mit dem Titel „Kein Platz für Afrikas Dörfer im Global Village“, der zwar schon ein wenig älter ist, aber die Thematik gut aufzeigt.

Stichworte wie „Digital Divide “ beziehen sich allerdings nicht nur auf das oben angesprochene Nord Süd Gefälle, auch hierzulande entscheidet die Bildung wesentlich über den Zugang zum Netz.

Weitere relevante Themen sind deshalb technisches Know How, sowie Informations- und Medienkompetenz, die als Schlüsselfaktoren zur Erschliessung von Informationen und Wissen zu betrachten sind.

Unter folgendem Link

http://intern.acatech.de/public_download.php?&fileid=631

sind Texte zur Zukunft von Suchmaschinen zu finden, die in der Reihen „acatech diskutiert“ veröffentlicht wurden. (http://www.acatech.de /)

 Der erste Text von Friedemann Mattern beispielsweise thematisiert Suchmaschinen als „Orientierungshilfen im Hypertextdschungel“, spricht aber auch die Monopolisierung durch Google und die damit verbundenen Problemkreise wie Qualität der Informationen und Manipulationsmöglichkeiten an.Die Texte sind alle sehr interessant, wobei ich während des Lesens mein Ziel etwas aus den Augen verloren habe…

 

In einem nächsten Schritt muss ich die gesammelten Informationen bündeln und mich für einige Schwerpunkte entscheiden.

Global village 1

Februar 24, 2008

Ich beginne die Arbeit mit Literaturrecherche, um mir einen Überblick über das Thema zu verschaffen. Schon bald wird klar, dass es viel Literatur zum Thema gibt, was Vor- und Nachteile mit sich bringt und der angestrebte Überblick nicht so schnell erstellt werden kann, wie ich mir das vorgestellt habe.

Es zeigt sich auch, dass das Thema eine historische Dimension aufweist, wie ASH in der Vorbesprechung schon angedeutet hatte.

Mein formuliertes Ziel ist, die These von Luhmann zu widerlegen, jedoch habe ich in der Literatur schon gelesen, dass Luhmann mit „global village“ weniger einen Ort meint, so wie ich das ursprünglich verstanden, sondern mehr die Nähe im Sinn von Kontaktmöglichkeit ohne sein angestammtes Umfeld verlassen zu müssen.

Von daher weiss ich nun noch nicht, ob sich mein Ziel so verfolgen lässt, wie vorgestellt.

Als nächstes werde ich mich vertieft in die Literatur einlesen, um und das Thema zu erfassen und Ideen zu sammeln.

IGEP – Regula Wyss Thema: Global village

Februar 24, 2008

Dieser Blog ist Teil der Semesterarbeit im Fach IGEP und wird geführt von:

Regula Wyss

IW 06

Frühlingssemester 2008

Dozenten: HD Zimmermann

                      A. Scherrer


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